Flugurlaub oder Dusch-WC

 Verfasst am 03.06.2020

Marcus Heinrich, stellvertr. Chefredakteur RAS

RAS Editorial Juni 2020

Hin- und hergerissen ist in diesen Tagen vielerorts, wer in der glücklichen Lage ist, monetär nicht so sehr von der Krise betroffen zu sein. Denn die Verlockungen und Versprechungen der Reiseindustrie und der Tourismusverbände sind groß, jetzt doch noch schnell seinen Sommerurlaub mit der Familie zu sichern. Die Maschinen werden in den kommenden Wochen startklar sein und nach der „engen Zeit“ in den eigenen vier Wänden ist die Sehnsucht verständlich nach Ferne, Sonne, Weite, Wind und Meer. Doch siegt bei der Überlegung für die nächsten Investitionen Ratio oder Emotio oder lässt sich beides eventuell sogar verbinden? Denn sollten vielleicht nicht gerade jetzt auch ein paar Euro übrig bleiben, um in die längst geplante Badmodernisierung zu investieren? So sind die Hersteller unserer SHK-Branche derzeit sehr bemüht, ihre Botschaften für die Anschaffung neuer und besonders hygienischer Produkte an den Endgebraucher zu bringen, doch der Weg ist nicht leicht. Einige Hersteller setzten auf die Umstellung beziehungsweise Ergänzung ihres Angebots. Beispielsweise fertigen etwa die bekannten Duschabtrennungsproduzenten Koralle oder Kermi mobile Glasschutzwände als „Produkte der Stunde“ am Markt, die nicht nur für sicheren Infektionsschutz sorgen, sondern auch ästhetischen Ansprüchen genügen. Die Erwähnung der reinigungsfreundlichen Duschabtrennungen werden dabei geschickt in die Marketingaktionen eingebunden. Und selbst jedes Kind weiß mittlerweile, dass regelmäßige Handhygiene und richtiges Händewaschen von zentraler Bedeutung sind, um die Verbreitung von Krankheitserregern wirksam einzudämmen. Für zusätzliche Hygiene und verbesserten Ansteckungsschutz können elektronischen Sensorarmaturen für Waschtisch sorgen: Denn sie lassen sich berührungslos bedienen – das Risiko für eine Übertragung von Viren und Keimen sinkt dementsprechend. Das ist sicherlich nicht neu und aus dem öffentlichen Bereich bekannt, doch noch nie war wohl die Aufmerksamkeit für ein solches Produkt auch für den Privatbereich so hoch wie im Moment. Darauf weisen etwa Kludi und auch viele andere Hersteller hin, die diese interessanten Alternativen zu herkömmlichen Waschtischmischern anbieten. Aber nicht nur häufiges Händewaschen ist in Zeiten von Corona ein wichtiger Punkt, um sich selbst vor Ansteckung zu schützen und die Ausbreitung des Virus einzudämmen. So macht etwa Hersteller Kaldewei auf seine Waschtische aus Stahl-Email aufmerksam. Denn mit ihrer hygienischen und porenfreien Glas-Oberfläche lassen sie sich besonders schnell und leicht reinigen. Schmutz und Keime werden beim Händewaschen einfach mit dem Wasser weggespült. Darüber hinaus besitzen auch alle emaillierten Duschen und Wannen die besonders hygienischen Glas-Oberflächen für einen optimalen Schutz vor Verschmutzung und Keimen. Nicht zuletzt weisen in dieser Krisenzeit auch nahezu alle Hersteller von Dusch-WCs auf die zahlreichen Vorteile ihrer Produkte hin und bieten dieses – leider immer noch – Nischenprodukt als wertvolle Helfer für einen besseren Schutz vor Infektionskrankheiten an. Die Botschaft soll aber bei weitem nicht sein, das Bad wieder nur zur reinen Nasszelle und Ort der Reinigung zu degradieren. Nein, vielmehr kann jetzt und künftig die schicke Wohlfühloase überdies ein Optimum an sinnvollen Hygienefeatures bieten und dadurch das Badzimmer noch mehr zum bedeutungsvollen Wohnbereich heraufstufen. Wenn uns das gemeinsam mit cleveren Marketingaktionen und einer guten Kommunikation gelingt, gönnen wir den Familien gerne ihren verdienten Wohlfühlurlaub. Aber wir wünschen uns dann auch nach der Heimkehr den gezielten Ausflug in die Sanitärausstellung ihres Vertrauens und den Blick auf das neue, hygienisch ausgefeilte Badezimmer.

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