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Aktuelles aus der SHK-Branche | Inhalte der RAS Ausgabe Januar | Februar 2021

VDMA Arbeitsgemeinschaft Sanitärarmaturenindustrie mit neuer Führung

Nach mehr als 20 Jahren aktiver Mitarbeit hat sich Andreas Dornbracht aus der VDMA Arbeitsgemeinschaft Sanitärarmaturenindustrie (AGSI) anlässlich der Mitgliederversammlung am 02. März 2021 verabschiedet. „Großer Dank an Andreas Dornbracht. Nicht nur die Arbeitsgemeinschaft, sondern die gesamte Branche profitierte von der ebenso lebendigen und engagierten wie vertrauensvollen Zusammenarbeit“, betont AGSI-Geschäftsführer Wolfgang Burchard. Andreas Dornbracht hatte zuletzt noch den Vorsitz der AGSI inne, dem Abschied aus der Arbeitsgemeinschaft war bereits im letzten Jahr der Ausstieg aus dem eigenen Unternehmen vorausgegangen. Zum Nachfolger von Andreas Dornbracht wählten die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Dirk Gellisch, Geschäftsführer Viega Holding. Neuer Stellvertretender Vorsitzender ist Peter de Gruyter, Gesellschafter Heinrich Schulte. Sie leiten den ebenfalls neu gewählten Lenkungsausschuss, der sich nunmehr aus folgenden Personen in jeweils geschäftsführender Position zusammensetzt: Andrea Bußmann, Schell | Dirk Gellisch, Viega |  Stefan Gesing, Dornbrach | Oliver D. Gessert, Franke Aquarotter | Peter de Gruyter, Heinrich Schulte Armaturen | Lubert Winnecken, Keuco | Kerstin Wolff, Geberit. Die neue Führung übernimmt die AGSI in einer turbulenten Zeit. So erzielten die Sanitärarmaturenhersteller im letzten Jahr zwar trotz Corona beim Inlandsgeschäft ein Umsatzplus von 6 Prozent. Dem stand allerdings ein Minus in gleicher Höhe im Ausland gegenüber. Auf das erste Halbjahr 2021 blickt die Branche leicht positiv und rechnet mit einem Gesamt-Umsatzplus von knapp 2 Prozent. Weniger zuversichtlich stimmen die kaum noch überschaubaren regulatorischen Herausforderungen, die derzeit aus Brüssel und Berlin auf die Hersteller einprasseln. Zwischen nationaler und internationaler Gesetzgebung fordert die AGSI nicht nur die Harmonisierung der unterschiedlichen Anforderungen, sondern auch eine entsprechende Marktüberwachung durch die Regulatoren. Mit Spannung schaut die Arbeitsgemeinschaft auf die ISH digital vom 22.-26.03.2021 und gestaltet diese aktiv mit: „Digitalisierung in der Trinkwasserinstallation – Faktor für mehr Komfort, Effizienz und Hygiene“ lautet der Titel des ISH-Talks, der am 23.03.2021 von 14.00 – 15.00 Uhr stattfindet. Diverse AGSI-Experten werden dann den Themenkomplex mit seinen verschiedenen Facetten beleuchten. Bild: Zum Nachfolger von Andreas Dornbracht wählten die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Dirk Gellisch, Geschäftsführer Viega Holding. (Foto: VDMA)

Franke Gruppe veräussert Division Water Systems 

Die Schweizer Franke Gruppe mit Hauptsitz in Aarburg hat eine Vereinbarung zum Verkauf ihrer Division Franke Water Systems abgeschlossen. Die Käufer sind von Equistone Partners Europe (Equistone) beratene Fonds. Die Transaktion umfasst die beiden Geschäftseinheiten von Franke Water Systems „Water Systems (WS) Commercial Group“ und „KWC Group“ mit ihren Produktions- und Vertriebsstandorten in der Schweiz, der Europäischen Union, dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Arabischen Emiraten und China. 

Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der Franke Gruppe haben aus strategischen Gründen entschieden, die Division Franke Water Systems zu veräussern und eine Vereinbarung zum Verkauf der Division an von Equistone beratene Fonds abgeschlossen. Der Abschluss (Closing) der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden und wird voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2021 vollzogen werden. Das zu veräussernde Geschäft erzielte im Jahr 2020 weltweit einen Jahresumsatz von rund 192 Mio. Schweizer Franken. Die derzeit rund 900 Mitarbeiter von Franke Water Systems werden zum neuen Eigentümer wechseln. Über den Kaufpreis und die weiteren Bedingungen der Transaktion haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion umfasst im Wesentlichen alle Produktions- und Vertriebsstätten von Franke Water Systems in der Schweiz, der Europäischen Union, dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Arabischen Emiraten und China. Franke Water Systems unterteilt sich in die zwei Geschäftseinheiten WS Commercial Group, die sich im gewerblichen Bereich auf die intelligente Ausstattung sanitärer Räume in (halb)-öffentlichen und gewerblichen Einrichtungen fokussiert, und KWC Group, der führende Schweizer Hersteller für exklusive Armaturen für private Bäder und Küchen. Beide Geschäftseinheiten konzentrieren sich auf die 

Equistone sieht sich selbst als langfristig orientierter, europäischer Eigenkapitalinvestor, der sich vor allem auf die finanzielle, operative und strategische Unterstützung von etablierten mittelständischen Unternehmen in verschiedenen Branchen fokussiert. Die Experten von Equistone arbeiten eng mit den Management-Teams ihrer Portfolio-Unternehmen zusammen, um diese optimal für ihren weiteren Weg zu positionieren und nachhaltiges Wachstum voranzutreiben, sowohl organisch durch Optimierung der Unternehmensstrukturen und -prozesse als auch durch gezielte Zukäufe.  Patrik Wohlhauser, CEO der Franke Gruppe, sagt: „Franke Water Systems steht auf einem soliden Fundament und ist als Spezialist und innovativer Qualitätsführer für Waschraumsysteme und -armaturen in Europa sowie für Bad- und Küchenarmaturen mit der Marke KWC vor allem im Heimatmarkt Schweiz gut positioniert. Das Ziel von Franke ist jedoch, in jedem Marktsegment, in der das Unternehmen tätig ist, weltweit zu den Top-3-Playern zu gehören. Franke Water Systems entsprechend weiterzuentwickeln beziehungsweise international zu erschliessen, würde erhebliche Ressourcen und Zeit erfordern. Daher ist es strategisch sinnvoller, die vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen auf die bereits weltweit führenden Divisionen Franke Home Solutions, Franke Foodservice Systems und Franke Coffee Systems zu konzentrieren.“ Er fügt hinzu: „Wir freuen uns, dass wir mit Equistone einen starken neuen Eigentümer für das Water-Systems-Geschäft gefunden haben.“ 

HBG: „Handwerk braucht Größe“

Mit dem Slogan „Handwerk braucht Größe“ möchten die Unternehmen der „Haustechnikbeteiligungsgesellschaft" (HBG), plakativ und provokant den Wunsch des Fachhandwerkers an seine Marktpartner widerspiegeln. Mit dieser Formulierung bekenne man sich mit dieser Formulierung zum hohen Anspruch der Kunden. Diese schätzen die persönliche und fachliche Betreuung, möchten aber eben auch die beste Warenverfügbarkeit zum besten Preis bekommen. Für dieses Leistungsversprechen hat die HBG jetzt ein umfangreiches Paket an Maßnahmen erarbeitet und konzipiert, das über die nächsten Monate sukzessive in den Markt eingeführt wird. „Einen solchen Blumenstrauß braucht der SHK-Fachhandwerker zunehmend in seinem eigenen Wettbewerb gegen Baumärkte und Onlineshops, aber auch um seine eigenen Prozesse effizient zu halten. Diese Bandbreite kann künftig nicht mehr ein einzelner regionaler Großhandel zur Verfügung stellen. Deshalb schafft die HBG nun echte Synergien und platziert sich am SHK-Markt als besonders starker Partner des Fachhandwerks“, so die HBG Verantwortlichen.
Die HBG ist seit über zehn Jahren ein Zusammenschluss inhabergeführter SHK-Fachgroßhändler in Deutschland. Zur HBG gehören die Unternehmensgruppen Börner (Ingolstadt), Elmer (Bottrop), Peter Jensen (Hamburg), Eugen König (Koblenz), Pietsch (Ahaus) und Wiedemann (Sarstedt). Die HBG sieht sich als „gute Nr. 2“ im SHK-Großhandel an. Mit über 6.000 Mitarbeitern an über 320 Standorten (davon 130 mit Ausstellungen) ist die HBG flächendeckend im deutschen Markt vertreten und bietet eine maximale Warenverfügbarkeit im Liefer- und Abholgeschäft. Die HBG hat sich in den letzten Jahren von einer Einkaufs- zu einer Vermarktungsgemeinschaft entwickelt. Neben der HBG sind die Einzelunternehmungen weiterhin Mitglieder der Verbundgruppe GSH.
   

Villeroy & Boch: "Wirtschaftliche Lage des Konzerns zufriedenstellend"

Das Geschäftsjahr von Villeroy & Boch 2020 war durch die Corona-Krise und den damit verbundenen Konjunktureinbruch geprägt. In Summe beurteilt der Vorstand die wirtschaftliche Lage des Konzerns aber als zufriedenstellend. „Nach einem sehr schwierigen 1. Halbjahr 2020 hat sich unser Geschäft in der 2. Hälfte des Jahres deutlich besser entwickelt als erwartet. In Kombination mit unserem strikten Kostenmanagement haben wir so auch in der Pandemie ein außerordentlich gutes Ergebnis auf Vorjahresniveau erzielt“, erklärt Frank Göring, Vorstandsvorsitzender der Villeroy & Boch AG. Laut Management des Villeroy & Boch-Konzerns wurde im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz in Höhe von 800,9 Mio. EUR erzielt und lag aufgrund der anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie um 32,4 Mio. € bzw. 3,9 % unter Vorjahr. Währungsbereinigt entspricht dies einem Umsatzrückgang von 3,2 %. Vor allem das zweite Quartal 2020 war mit einem Umsatzrückgang von 19,0 % sehr stark von der Pandemie betroffen. Aufgrund des umsatzstarken zweiten Halbjahres konnten wir den Umsatzrückstand des ersten Halbjahres von -13,4 % auf -3,9 % vermindern. Das operative EBIT lag mit 49,7 Mio. € aufgrund eines umsatzstarken zweiten Halbjahres und eines strikten Kostenmanagements auf Vorjahresniveau (49,5 Mio. €). Das Konzernergebnis des Vorjahres (79,4 Mio. €) beinhaltet den Sonderertrag eines Immobilienverkaufs in Luxemburg. Die Differenz zwischen dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2020 in Höhe   von 22,9 Mio. € und dem Vorjahresergebnis ist hauptsächlich auf diesen Sonderertrag zurückzuführen. Der Unternehmensbereich Bad und Wellness erzielte demnach im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz in Höhe von 539,1 Mio. EUR und lag damit um 14,9 Mio. EUR bzw. um 2,7 % unter Vorjahr. Dabei ist es gelungen, den Umsatzrückstand des ersten Halbjahres (-9,7 %) aufgrund der guten Umsatzentwicklung des zweiten Halbjahres aufzuholen und in einigen Ländern wie z. B. in Schweden (9,6 %) und Deutschland (8,1 %) sogar zu steigern. Die positive Umsatzentwicklung in Deutschland war insbesondere auf das starke Wachstum im traditionellen Großhandel (+7,6 %) sowie auf das E-Commerce-Geschäft (+31,3 %) zurückzuführen. Hierbei profitierten beide Kanäle von einer Pandemie-bedingten Sonderkonjunktur und dem Trend zur Hausrenovierung. Foto: Frank Göring, Vorstandsvorsitzender der Villeroy & Boch AG und Vorstand Finanzen Dr. M. Warncke berichteten über das Geschäftsjahr 2020. (Foto: Villeroy & Boch AG)

Deutsche Heizungsindustrie trotzt Corona-Krise

Trotz des Kollapses der wichtigsten Märkte außerhalb Deutschlands - Frankreich, Italien, Spanien und UK, in der ersten Hälfte des Corona- Jahres 2020, legte die deutsche Heizungsindustrie ein robustes Wachstum weltweit von immerhin 3,1 % hin, so der Branchenverband BDH. „Die zunächst hohen Verluste in Südeuropa und UK konnten zumindest in Italien, Frankreich und UK in der zweiten Hälfte 2020 teilweise durch eine Aufholjagd kompensiert werden, so dass hier das Umsatzniveau leicht unter 2019 lag“, so Uwe Glock, Präsident des BDH. „Dass wir tatsächlich im Plus liegen, verdanken wir dem dynamischen Wachstum in Deutschland mit gut 13 %. Auch der polnische Heizungsmarkt entwickelte sich 2020 ähnlich stark.“ Glock bezeichnet das Klimapaket der Bundesregierung als vollen Erfolg für den Klimaschutz im Gebäude. „Hiervon profitierten die Top-Runner des Jahres 2020, die Wärmepumpe und die Holzwärme, mit hohen Wachstumsraten aufgrund der Förderung“, fügt Glock hinzu. Der Verband stellt darüber hinaus den überproportional gewachsenen Anteil der Investitionen in Brennwerttechnik, gekoppelt mit Solarthermie in den Vordergrund. Auch diese Renaissance der Solarthermie sei auf das seit Anfang 2020 laufende Förderprogramm „Heizen mit erneuerbaren Energien“ zurückzuführen. „Der Erfolg des Klimapakets gibt den politischen Ideengebern der großen Koalition recht: Mit dem dynamischen Wachstum bei Heizungen mit erneuerbaren Energien rücken die ambitionierten CO2-Minderungsziele des Green Deals in erreichbare Nähe“, so Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH. „Die deutsche Heizungsindustrie ist Green Deal ready und bietet bereits heute marktfähige Lösungen für die Erreichung der Klimaziele an. Nunmehr bedarf es der Kontinuität bei den derzeit günstigen Rahmenbedingungen für Investoren in hohe Effizienz und erneuerbare Energien.“ (Grafik: BDH)  

In der Januar/Februar-Ausgabe der RAS lesen Sie u.a. folgende Themen:

ISH Digital 2021 | Zukunftsthemen der Haustechnik

Zukunft Messe | Wie sieht das neue Normal aus

RAS Leserwahl/Gewinnspiel | Was ist Ihr Produkt des Jahres

RAS Interview mit Alexander Zeeh | Leader Central Europe und Geschäftsführer GROHE Deutschland

Geberit "On Air" | Neuheiten im Livestream

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Und hier gelangen Sie zu unserem RAS eMAG Archiv: die Ausgaben der vergangenen Monate zum nachlesen.