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Aktuelles aus der SHK-Branche | Inhalte der RAS Ausgabe Juli/August 2020

ISH 2021: ABGESAGT!

Die Messe Frankfurt hat es heute öffentlich verkündet: die ISH 2021 wird nicht als Präsenzmesse in Frankfurt im kommenden Jahr stattfinden. Nachdem in der vergangenen Woche weitere namhafte Hersteller sich gegen eine Teilnahme öffentlich ausgesprochen hatten, entschieden sich Messegesellschaft und Träger bei einem Treffen in der vergangenen Woche, die Messe abzusagen.

Das sagen die Verantwortlichen der Messe Frankfurt: Die ISH wird 2021 als rein digitale Veranstaltung stattfinden und eine Vielzahl an Angeboten bereitstellen. Dazu zählen beispielsweise Ausstellerpräsentationen (Produkte, Informationen, Videos, Ansprechpartner, Chatfunktionen und 1-zu-1 Videoanrufe), intelligentes Matchmaking mit passenden Geschäftspartnern zur Leadgenerierung unterstützt durch künstliche Intelligenz, Live-Streamings und On- Demand Übertragungen des Rahmenprogramms sowie die Terminvergabe für Online-Meetings mit den Ausstellern. Und das alles ist während der Veranstaltung rund um die Uhr über die verschiedenen Zeitzonen hinweg weltweit verfügbar. Weitere Informationen dazu folgen in Kürze. Der aktuelle Pandemieverlauf führt dazu, dass die Messe Frankfurt im Jahr 2021 bis einschließlich März keine eigenen physischen Messen am Standort Frankfurt veranstalten wird. Das Unternehmen ordnet den Messekalender im Frühjahr neu und setzt dabei auf neue Synergien und digitale Ergänzungen. Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, sagt: „Wichtig für unsere Kunden ist unsere frühzeitige Entscheidung, denn jetzt müssten die Investitionen für die Messebeteiligungen ausgelöst werden. Die Messe Frankfurt wird konsequent dabei bleiben, im engen Schulterschluss mit den Kunden die Interessen der ausstellenden Industrien in den Mittelpunkt der Entscheidungen zu stellen.“

In der September-Ausgabe der RAS lesen Sie u.a. folgende Themen:

  • Revolution am Horizont | BIM 2020
  • Pandemie-Auswirkungen | Ist eine ganze Gründer- und Nachfolgegeneration verloren?
  • Rohde & Schwarz Cybersecurity | Gefahren für die IT-Sicherheit im Home Office - von A bisZ
  • Grohe-lnterview mit Alexander Zeeh | „Der dreistufige Vertriebsweg ist das Rückgrat unserer Branche"
  • VDMA Armaturen | Note Mangelhaft: In Deutschlands Schulen und Kitas fehlen hygienische Sanitäranlagen
  • ARGE Aktuell | Computer-Bad­planung mit dem Original
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Foto: Helmut Dornbracht 1928-2020 (Foto: Dornbracht)

Dornbracht trauert um Firmengründer 

Helmut Dornbracht, der Gründer des in Iserlohn ansässigen, gleichnamigen Familienunternehmens, ist am Samstag, dem 12. September im Alter von 91 Jahren in seinem Haus friedlich entschlafen. Die Trauerfeier und Beisetzung fanden im engsten Familienkreis statt.

Das Unternehmen würdigt die Verdienste des Firmengründers mit nachfolgendem Text:

Am 17.11.1928 geboren, begann Helmut Dornbracht bereits 1950, als 22jähriger, gemeinsam mit seinem Vater das Unternehmen aufzubauen. Das erste Patent, eine völlig neue Armatur mit ausziehbarem Auslauf, entstand noch in einem einfachen Behelfsbau an einer simplen Werkbank. Als das räumlich separierte Badezimmer zum Standard wurde, erweiterten Vater und Sohn den Betrieb, stellten Mitarbeiter ein und waren so in der Lage, die steigende Nachfrage zu bedienen. Einen ersten Rückschlag musste das kleine Familienunternehmen im Juni 1961 hinnehmen, als infolge eines Starkregens die erste kleine Produktionsstätte und das darin befindliche Inventar größtenteils vernichtet wurden. Doch anstatt aufzugeben verhandelte der für damalige Verhältnisse noch junge Unternehmer mit den Banken und wagte schon bald einen Neuanfang. Im Jahr 1969 machte Helmut Dornbracht mit der Luxus-Armatur der „Edition 2000“ den entscheidenden ersten Schritt, durch den das Unternehmen sich langfristig von der Konkurrenz abhob. Ein erstes Bewusstsein für Design wurde bei den Kunden geweckt und damit entstand ein völlig neues Marktsegment. So entwickelte der inzwischen 42jährige das Unternehmen ab den 1970er Jahren zum Spezialisten für anspruchsvolle und vor allem individuelle Armaturen. Er baute eine Handelsvertreter-Organisation auf, verstärkte die Exportbemühungen und zog 1977 mit dem Unternehmen an den heutigen Standort in Iserlohn-Sümmern. Mit der bis heute erfolgreichen Serie „Madison“, die er in den siebziger Jahren in vielen Märkten weltweit etablierte, legte er den Grundstein für die nachhaltige internationale Bedeutung des Unternehmens im Luxus-Segment. Mitte der 1980er Jahre präsentierte Dornbracht die von Dieter Sieger gestaltete Armatur Domani. Selbst im eigenen Haus war dieses polarisierende Produkt umstritten. Aus heutiger Sicht kam es genau zur richtigen Zeit: Domani wurde zu einem internationalen Trendsetter und markierte die Geburtsstunde der heutigen Marke Dornbracht. Anfang der 90er Jahre übergab Helmut Dornbracht die Geschäftsführung an seine beiden Söhne Andreas und Matthias, stand dem Unternehmen aber noch einige Jahre in beratender Funktion zur Verfügung. Als 2009 nach einem verheerenden Brand sein Lebenswerk bedroht war, stand er seinen Söhnen und der Belegschaft fast täglich zur Seite. Nicht zuletzt seine Präsenz war es, die alle am Wiederaufbau Beteiligten über Monate anspornte und sie zu außerordentlichen Leistungen beflügelte. Noch bis 2018 fand er regelmäßig den Weg ins Unternehmen, um in seinem, ihm ehrenhalber eingerichteten Büro das Tagesgeschehen zu verfolgen oder beim Rundgang durch Produktion und Büros Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und langjährige Weggefährten zu begrüßen. Besonders verfolgte er neue Entwicklungen im Bereich der Produktionsabläufe und Produktqualität und war vor allem an den Menschen in seinem Unternehmen interessiert. Mit Helmut Dornbracht verlieren Familie, Unternehmen und Belegschaft ein bewundernswertes Vorbild, das mit seinem Pioniergeist die Sanitärbranche und das Familienunternehmen entscheidend mit gestaltet und nachhaltig geprägt hat.    

Foto: VBI-Präsident Jörg Thiele kommentiert die neue HOAI (Foto VBI)

Bundesregierung beschließt neue HOAI

Die Bundesregierung hat gestern per Kabinettsbeschluss den Weg dafür frei gemacht, dass die neue Honorarordnung für Ingenieure und Architekten HOAI am 1. Januar 2021 in Kraft treten kann. In der Neufassung bleiben die Regelungen der bisherigen HOAI für die Honorarkalkulation gültig. Die unverändert übernommenen Honorartafeln dienen künftig als Orientierung für die freie Vereinbarung angemessener Planerhonorare. Damit trägt die neue HOAI dem EuGH-Urteil vom Juli 2019 Rechnung, das verbindliche Honorar-Mindest- und Höchstsätze für europarechtswidrig erklärt hatte.  „Mit der Verabschiedung der neuen HOAI sorgt die Bundesregierung wieder für klare Verhältnisse bei der Vergabe von Architekten- und Ingenieurleistungen“, so VBI-Präsident Jörg Thiele. „Die nach dem EuGH-Urteil eingetretene Verunsicherung ist damit beendet, denn die bewährten Regelungen zur Honorarberechnung gelten nach wie vor. Jeder Planer ist nun gut beraten, seine Honorarkalkulation mit dem Auftraggeber entsprechend zu vereinbaren. Wer sich auf Dumpinghonorare einlässt, schadet dem ganzen Berufsstand. Wir kritisieren allerdings, dass in der neuen HOAI nicht deutlicher auf die Angemessenheit der Honorarvereinbarung hingewiesen wird, hoffen hier aber noch auf den Bundesrat, der am Freitag über das Ermächtigungsgesetz zum Erlass einer Honorarordnung beraten wird“, betont der VBI-Präsident. Bedauerlich sei zudem, so Thiele, dass die VBI-Forderung nach einer gültigen Honorarvereinbarung mit Vertragsabschluss nicht aufgegriffen wurde. Aus VBI-Sicht sei zu befürchten, dass durch den Wegfall dieser Formvorschrift die Honorierung nicht mehr als wesentlicher Vertragsbestandteil verstanden werde und häufige Nachverhandlungswünsche der Auftraggeber zur Folge haben könne. Auch die gemeinsame Forderung der Ingenieur- und Architektenorganisationen, den Mittelsatz als Regelsatz in die neue HOAI aufzunehmen, habe erwartungsgemäß keine Berücksichtigung gefunden. „Umso wichtiger ist es“, erklärt Jörg Thiele, „dass nach der aktuellen HOAI-Novellierung zügig eine Überarbeitung der Leistungsbilder inklusive einer Anpassung der Honorartafeln in Angriff genommen wird. Die aktuellen Werte basieren noch auf wirtschaftlichen Erhebungen aus den Jahren 2012 und davor. Die Kostensteigerungen der letzten acht Jahre für wettbewerbsfähige Vergütungsstrukturen sowie Investitionen in die Digitalisierung bleiben damit komplett unberücksichtigt.“

Geberit AG startet sein Aktienrückkauf-Programm

Das am 10. März 2020 angekündigte Aktienrückkauf-Programm der Geberit AG wird am 17. September 2020 starten. Dabei sollen über einen Zeitraum von maximal zwei Jahren Namenaktien bis zu einem Anschaffungswert von maximal CHF 500 Mio. zurückgekauft werden. Auf Basis des Schlusskurses der Geberit Namenaktie vom 15. September 2020 entspricht dies derzeit rund 950’000 Namenaktien oder 2.6% des aktuell im Handelsregister eingetragenen Aktienkapitals. Die Namenaktien werden auf einer separaten Handelslinie an der SIX Swiss Exchange zwecks Kapitalherabsetzung zurückgekauft.

Und weitere aktuelle Branchen-Meldungen gibt es gleich hier

     

Foto: Mads Nipper verlässt Grundfos (Foto Grundfos)

Grundfos CEO Mads Nipper zieht es zu den Erneuerbaren Energien (12.09.2020)

Nachdem das Board of Directors von Ørsted Mads Nipper als zukünftigen CEO und Group President des Unternehmens bekanntgegeben hat, ist klar, Grundfos sucht einen neuen CEO zum Jahreswechsel. Nipper wird ab dem 01. Januar 2021 die Funktion an der Spitze von Ørsted übernehmen. Ørsted baut Onshore- und Offshore-Windparks, Solar-Parks und Energiespeicheranlagen sowie Biomasse-Kraftwerke. Mit Hauptsitz in Dänemark beschäftigt Ørsted weltweit rund 6.700 Mitarbeiter. Ørsted-Aktien sind im Nasdaq-Kopenhagen gelistet (Orsted). 2019 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 9,1 Milliarden Euro.