2020

 Verfasst am 06.12.2019

Bevor das kommende Jahr „ZwanzigZwanzig“ (oder wie werden Sie es nennen?) in wenigen Wochen startet, lohnt es vielleicht aus Branchensicht einmal auf das Jahr 2019 zu blicken. Zunächst, die Haustechnik-Konjunktur erwies sich als robust. Allerdings war klar, dass aufgrund des im SHK-Gewerk vorhandenen Fachkräftemangels das Plus nicht größer ausfallen konnte; jedenfalls nicht bei Industrie und Großhandel.

Und es war ein ISH-Jahr. In diesem Zusammenhang muss man anmerken, dass es eine deutliche Zäsur innerhalb der Besuchergruppen gab. Denn der Anteil an Handwerkern – bisher immer mit Abstand die zahlenmäßig stärkste Gruppe – ging national und auch international sehr stark zurück. Hier blicken die Aussteller sicher gespannt auf die weitere Entwicklung der Frühjahrsmessen in Essen und Nürnberg. Dafür nahm aber der Anteil an Besuchern aus dem Ausland stark zu. Die ISH unterstreicht weltweit offenbar das „I“ im Namen als internationale Messe.

2020 – noch 10 Jahre bis zum Erreichen der (vorläufigen) Klimaziele

Nach viel zu langem Hin und Her gab es vor wenigen Wochen dann Bewegung in Sachen GebäudeEnergieGesetz (GEG). Hier schöpft nun die Branche Hoffnung auf mehr Umsatz – sofern denn endlich Klarheit in Sachen Förderung und deren Antragstellung, beziehungsweise Umsetzung bestehen würde. So wurde, laut Umfrage durch den ZVSHK, offenbar erst einmal die Hand- bremse bei den Modernisierungswilligen gezogen. Die warten ab, was sich Politik und zuständige Vergabestellen final ausdenken.

Nichtsdestotrotz sind zumindest die Großhändler zuversichtlich und erwarten ein weiteres Plus von rund 5 % im kommenden Jahr in Sachen Wärmeerzeuger. Dass aber auch die Bereiche Installation, Sanitär und Klima weiterhin im Plus auf Handelsseite erwartet werden, stimmt für das kommende Jahr zuversichtlich. Die Haustechnikbranche kann sich offenbar, trotz schlechter Meldungen aus anderen Wirtschaftszweigen, weiterhin behaupten.Nehmen wir doch einfach mal die positive Stimmung der Branche mit ins neue Jahrzehnt. Dass die Zukunft unklarer als noch vor einem Jahrzehnt ist – gerade auch in politischer und dadurch in wirtschaftlicher Hinsicht – kann man nicht von der Hand weisen. Doch die Haustechnik hält alle Trümpfe in Sachen „Gestalter der Energiewende“ in der Hand.

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