Corona-Momentaufnahme

 Verfasst am 13.07.2020

Nikolaus Klein, Chefredakteur RAS

RAS Editorial Juli/August 2020

Corona-Momentaufnahme

„In Krisenzeiten suchen Intelligente nach Lösungen, Idioten suchen nach Schuldigen“ – diese Aussage von Loriot (zumindest die Älteren unter uns erinnern sich sicher an einen der vielseitigsten deutschen Humoristen mit bürgerlichem Namen Vicco von Bülow) darf oder muss man sogar einmal angesichts der Corona-Krise zitieren.

Damit soll hier keine Bewertung stattfinden, wie mit den Herausforderungen, die mit der Corona Pandemie weltweit einhergehen, im Einzelnen umgegangen wird. Aber verfolgt man die weltweite Nachrichtenlage der vergangenen Wochen nur ansatzweise, so lässt sich leicht herausfinden, welche Wahrheit in Loriots Aussage tatsächlich liegt.

Lösungen zu suchen und damit Entscheidungen auf Grundlage von sich fast im Wochenrhythmus ändernder Vorgaben und Rahmenbedingungen zu treffen, ist für uns alle Neuland. Das
z.B. um Lösungen für die verschobenen Messen bis zuletzt wohl gerungen wurde, wie es das Bemühen der Akteure am Beispiel der SHK Essen zeigten, letztlich aber erfolglos, spricht aber doch ein wenig für die Akteure rund um die Essener Messe. Denn wer hätte im März/April wirklich gedacht, dass die Hürden für Events mit Publikum über solch einen langen Zeitraum bis zum Herbst, man ist versucht zu sagen für das Jahr 2020, aufrecht erhalten bleiben (müssen?). Zur ISH im kommenden Jahr (Hygienekonzept liegt vor, alle Träger und Beiratsvertreter wollen die ISH unterstützen) sollte erst ein Ausblick gewagt werden, wenn die weitere, nun doch noch einmal zusätzlich anberaumte Gesprächsrunde im Juli erfolgt ist. Im September wird dann etwas mehr Klarheit für die Beteiligten vorhanden sein – wahrscheinlich aber wieder nur als Corona-Momentaufnahme.

Es gilt in allen Lebensbereichen, insbesondere im beruflichen Umfeld sehr flexibel Lösungsansätze zu suchen und mögliche Wege rasch zu gehen.

Beginn des Lockdowns die Befragungen, normalisiert sich die Gefühlslage, beispielsweise des deutschen SHK-Handwerks, wieder in Richtung normal. Einzig eine gesamtwirtschaftliche Lageverschlechterung könnte demnach die Stimmung wieder eintrüben. Für Unternehmen, die sich international bewegen, ist dies aber um ein Vielfaches schwieriger. Denn je kleiner der Umsatzanteil im deutschen Markt ist, desto härter trafen und treffen die Umsatzeinbußen die international agierenden Unternehmen in vielen Ländern. Dass diese immer wieder neu zu bewertende Situation in den verschiedensten Regionen dieser Erde viel Managementkapazität kostet, steht außer Frage. Und auch Entscheidungen nicht wie gewohnt bis ins kleinste Detail abwägen zu können, ist ein ständiges Risiko für das Management. Da bleibt oft nur eine glückliche Hand zu wünschen.

Zum Schluss möchten wir Sie noch auf einen Online-Service aufmerksam machen, den die Redaktion von SHK-TV.de installieren wird.
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