SHK Branchenpost vom 16.11.2018

Aus dem Großhandel

DG Haustechnik Mitgliederversammlung: Neuwahlen und Konjunkturprognose

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Johannes M. Börner ist neuer 1. Vorsitzender des DG Haustechnik/(Foto: Lopata/Axentis.de)

Johannes M. Börner ist neuer Mann an der Spitze des DG Haustechnik

Die Mitglieder des DG Haustechnik haben auf der diesjährigen Mitgliederversammlung ihren Vorstand gewählt. Neuer erster Vorsitzender ist Johannes M. Börner von der Börner + Co. KG. Börner ist bereits seit 2009 Mitglied des erweiterten Vorstands und gestaltet die regionale und fachliche Verbandsarbeit seit Jahren als Obmann für den Bezirk Bayern und den Ausschuss Berufsbildung und Betriebswirtschaft.

Der bisherige Vorsitzende, Benedikt Mahr von Cordes & Graefe, steht Börner als Stellvertreter weiterhin unterstützend zur Seite. Sie werden den Verband in den kommenden drei Jahren führen. Darüber hinaus bilden Stefan Elting (Elting Dülmen), Dr. Rolf-Eugen König (Eugen König Koblenz) sowie erstmalig Bastian Hördemann (Elmer Bottrop) und Henrik Schmidt (Heinrich Schmidt Mönchengladbach) den Geschäftsführenden Vorstand des DG Haustechnik.

Zum erweiterten Vorstand zählen zudem Dr. John Bötticher (August Fuhrmann Halberstadt), Dr. Ralf von Briel (Lotter Ludwigsburg), Jörg Ottenbruch (Ottenbruch Neuhausen/Fildern), Dr. Michael Pietsch (Pietsch Ahaus) und Barbara Wiedemann (Wiedemann Sarstedt).

Qualifikation von Fachkräften, Berufsbildung und Digitalisierung

In der neuen Legislaturperiode widmet sich der DG Haustechnik weiterhin den zentralen Zukunftsthemen. Johannes M. Börner betont: „Der Fachkräftemangel macht nicht an den Vertriebsstufen halt. Wir sind als Verband bestens aufgestellt, um unsere Mitglieder in der Weiterbildung ihrer Fachkräfte zu unterstützen und im Ausbildungsbereich zusätzliche Anrei- ze für Höchstleistungen zu setzen.“ Weitere Schlüsselthemen sind die Öffentlichkeitsarbeit, Prozessoptimierung und Sicherstellung der Datenqualität. Hier sind die Weichen bereits nachhaltig auf Erfolg gestellt.

Prognose 2019

Neben der Wahl gaben die anwesenden Mitglieder auch eine persönliche Einschätzung für die Branchenkonjunktur für das kommende Jahr ab. Jedes der Mitglieder gab seine Prognose geheim ab mit dem Ergebnis:

Sanitär + 2,5 %

Installation + 3,7 %

Heizung + 3,6 %.

Damit liegt kumuliert die Prognose aus Sicht des Großhandels bei 3,6 % für die Haustechniksparte.


Aus dem Fachhandwerk

Sanitärhandwerk präsentiert Pflegebadstudie

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Anforderungen an das Badezimmer als zentraler Ort ambulanter Pflege – Forderung an die Politik: Förderung der Bauprophylaxe 

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) hat am Donnerstag in Berlin die Ergebnisse seiner neuen Studie zum „Pflegebad 2030“ vorgestellt. „Pflege findet in Deutschland ganz überwiegend zuhause statt“, sagt Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK. Angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland werde die pflegegerechte Gestaltung des privaten Wohnraumes immer bedeutsamer. Das Badezimmer spiele hierbei eine zentrale Rolle - sowohl für die Menschen, die Pflegeunterstützung erhalten, als auch jene, die als Angehörige oder ambulante Pflegekräfte Pflege gewähren. „Wir wollten wissen, welche baulichen Lösungen aus Sicht des Pflegepersonals und pflegender Angehöriger notwendig sind, um Badezimmer zu einem angemessenen Ort für die Pflegearbeit zu machen“, beschreibt Bramann die Zielsetzung der Studie. Die empirische Befragung ergab, dass aufgrund heute unzureichender Ausstattung vieler Badezimmer fast die Hälfte des heute in häuslicher Pflege engagierten Pflegepersonals (47 Prozent) in der Ausübung ihres Berufes bereits leichte Verletzungen davon getragen haben. Fast jede fünfte Pflegekraft (19 Prozent) hat sogar schon ernsthafte Verletzungen erlitten. Ähnlich verhält es sich bei den Folgen für die Pflegebedürftigen. Durch situationsbedingte Unfälle im Badezimmer haben 15 Prozent der Pflegedürftigen bei der Pflege gravierende Verletzungen erlitten. Die Studie hat aus den so ermittelten Belastungs- und Gefahrenfaktoren Gestaltungsleitlinien für ein pflegeangepasstes Bad entwickelt. „Als wichtigste Erkenntnisse können wir festhalten: der Arbeitsplatz Pflegebad muss ergonomisch gestaltet sein. Bewegungsfreiheit muss gewährleistet sein. Die Arbeitsuntensilien müssen adäquat untergebracht sein. Temperatur, Belüftung und Beleuchtung müssen entsprechend angepasst werden“, fasst Bramann die wichtigsten Handlungsempfehlungen der Studie zusammen. Gerade mit Blick auf den wachsenden Bedarf an pflegegerechten Badezimmern fordert der ZVSHK von der Politik, schon die bauliche Vorbereitung des Übergangs von der Alltagsnutzung zum Pflegebad zu fördern. „Aktuell sind die Fördermittel des Bundes an die Durchführung vollständiger Maßnahmen, aufgeteilt in Modulen, gekoppelt. Wir halten die Integration eines Vorbereitungsmoduls zum pflegerechten Bad in die Fördermaßnahmen für zwingend geboten“, betont der Hauptgeschäftsführer des ZVSHK.


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