„4-R“- Technologien im Fokus

 Verfasst am 02.03.2020

Hinweis vorab an die Leserinnen und Leser der RAS:

Das folgende Editorial berücksichtigt, aufgrund der Absage der SHK-Essen und deren Verlegung in den September, die neuen Herausforderungen und ist daher ausnahmsweise in Teilen nicht identisch mit der gedruckten März Ausgabe der RAS.

Nachhaltigkeit, Energie-Effizienz, CO2-Einsparung – dies sind neben weiteren Begriffen rund um die Umweltthemen die Gesprächsinhalte, die auf der SHK-Essen, der Auftaktmesse des Branchenjahres in Deutschland, zur Sprache kommen werden. Dass 2020, so zumindest alle Aussagen von Seiten der Heizungsbranche, nun endlich das „Austauschjahr“ werden soll, ist angesichts der beschlossenen Fördermaßnahmen die große Hoffnung der Hersteller. Dies zu vermitteln und jetzt diese Botschaft an  Austauschwilligen zu überbringen, wird die Aufgabe der Branche sein. Insbesondere das Fachhandwerk ist hier nun als Mittler gefordert. Leider kann dies nun nicht auf der SHK-Essen besprochen werden, um die Chance zu nutzen, in kurzer Zeit viele Informationen an diese Mittler zu bringen. Dies könnte ebenfalls für die im April folgende IFH/Intherm in Nürnberg passieren. Dass aber Hersteller und Großhandel bereitstehen, dies mit entsprechend aufbereiteten Informationen zu flankieren, ist in den verschiedensten Medien und Social-Media-Kanälen schon jetzt wahrzunehmen. Und, darauf darf man an dieser Stelle einmal besonders hinweisen, die Fachverbände aus NRW und die Südverbände aus Bayern und Baden-Württemberg stellen jeweils ein Begleitprogramm auf die Beine, das vielleicht keinen Messebesuch und damit ein persönliches Gespäch ersetzen kann. Die Zukunftsthemen in der Haustechnik und der Betriebsführung müssen aber kommuniziert werden. Denn die Haustechnikbranche tut weiterhin gut daran, sich nicht nur auf das aktuell Erreichte zu verlassen. Ein Punkt, der zukünftig im Produktkreislauf eine immer größere Rolle einnehmen wird, sind die Themen, die als „4-R-Technologien“ bezeichnet werden: Refuse [vermeiden], Reduce [reduzieren], Recycle [wiederverwenden], Repair [reparieren]). Einige Hersteller haben dies für sich erkannt, beispielsweise in der Pumpenbranche versucht man eine größere Rücklaufquote von alten Pumpen zu erreichen, um u.a. die sogenannten Seltenen Erden zurückzugewinnen. Schon 2013 hat die damalige Bundesregierung unter der Überschrift „r4 – Innovative Technologien für Ressourceneffizienz – Forschung zur Bereitstellung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe“ ein entsprechendes Forschungsprojekt auf den Weg gebracht. Hier allerdings mit dem Ansatz, unabhängiger von Rohstoffimporten zu werden. Gerade Hersteller aus Europa, die weiter in ihre europäischen Produktionsstätten investieren wollen, und die aktuelle Situation zeigt, wo die Globalisierung ihre Grenzen hat, berücksichtigen dies zunehmend als wichtigen Baustein für die Zukunft. So ist den aktuellen Nachhaltigkeitsberichten von SHK-Industriefirmen zu entnehmen, dass die vier „R´s“, mehr oder weniger, eine spürbare Berücksichtigung finden. Mit diesen „R“-Inhalten können insbesondere alle Segmente der Sanitär-, Heizung- und Klima-Branche punkten. Dies braucht kein Unternehmen in seinem Handeln vernachlässigen. Denn welche Gebrauchsprodukte haben schon einmal von Grund auf eine solch lange Lebenszeit wie SHK-Produkte. Teilweise, natürlich auch aus Marketinggründen, mit Produktgarantien bis zu 30 Jahren. Aber für Heizungen, die 30 Jahre alt sind, sollte nur noch ein „R“ gelten: Recyceln!

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