Verbände

 Verfasst am 02.12.2018

Vogt, Pietsch, Bramann, Hilpert, Börner, Glock – sagen Ihnen diese Namen auf Anhieb etwas? In gleich vier Branchen-Verbänden sind neue Personen an die Spitze bzw. in die Geschäftsführungen im Jahr 2018 eingestiegen bzw. gewählt worden. Hier noch einmal zur Identifikation: Kerstin Vogt ist in diesem Jahr die Geschäftsstellenleiterin der VdZ geworden, Dr. Michael Pietsch übernahm hier das Präsidentenamt, Helmut Bramann ist Mitte des Jahres zum Hauptgeschäftsführer des ZVSHK berufen worden, Michael Hilpert wurde kürzlich zum Präsidenten des ZVSHK gewählt, vor wenigen Tagen übernahm Johannes Börner beim DG Haustechnik die Position des 1. Vorsitzen- den und auf der Messe GET Nord in Hamburg wählten die Mitglieder des BDH Uwe Glock zum neuen Präsidenten. Diese Liste mag nicht vollständig sein, doch so viele Wechsel in der SHK- Verbandslandschaft innerhalb weniger Monate bilden rückblickend schon eine Ausnahme. Es wird spannend zu beobachten sein, wie sich die neuen Damen und Herren im branchenpolitischen Umfeld nun positionieren.

Analysiert man die ersten Aussagen der genannten neuen Verbandsverantwortlichen, so gibt es viele Überschneidungen in den jeweiligen Agenden: Digitalisierungslösungen für die Branche, Ausbildungsinitiativen in den jeweiligen Berufen, Fachkräftegewinnung, all dies ist immer wieder zu finden. Doch gleich zu Beginn der jeweiligen Antrittsaussagen wird gleich- zeitig wieder einmal deutlich, die Verbände – und damit die jeweiligen Teilnehmer der Supply Chain – beanspruchen die Zuständigkeiten jeweils doch eher für sich. Da hören die Gemeinsamkeiten schnell wieder auf. Aufgrund der weiterhin guten Konjunkturprognosen, vertraut man zumindest den Aussagen der Fachhandwerker und des Großhandels, so besteht wohl kein Druck, um sich stärker untereinander abzustimmen. Aller- dings hört man in die Industrie hinein, insbesondere auf das Segment Sanitär vor der Wand, scheint eine Konjunktureintrübung schon in greifbare Nähe gerückt zu sein. Ob ein Branchenkonsens bei diesen wichtigen Megathemen für die Fachschiene unter diesen Vorzeichen tatsächlich möglich ist, wird sich in 2019 bereits zeigen müssen.

Denn die Angebote rechts und links der Fachschiene treten aktuell schon deutlicher denn je in Erscheinung. Auf einen „Marketplace“ innerhalb der Branche wartet niemand. Da wird Amazon und Co. immer schneller sein. Und die Industrie, die Omnichannel-Modelle begleitet, auch nicht. Einen positiven Ausblick ins neue Jahr soll in der Vorweihnachtszeit natürlich nicht fehlen. Denn auf die ISH im März kann die Haustechnik-Branche sich wirklich freuen. Hier werden die Besucher wieder die Leistungsfähigkeit der Hersteller sehen können. Und gleichzeitig einen Gradmesser für die Branche vor- finden. Apropos finden: Denken Sie bei Ihrer Messeplanung schon jetzt daran, 1.500 von 2.500 Ausstellern sind dann an einem anderen Standort als 2017 auf dem Frankfurter Messegelände.

Die gesamte Redaktion möchte sich bei Ihnen, den Abonnenten und treuen Lesern der RAS für Ihr Feedback in diesem Jahr bedanken. Unser Dank gilt auch unseren Anzeigenpartnern für deren wichtige Unterstützung, um weiterhin qualitativen Fachjournalismus und eine zielgruppenrelevante Berichterstattung zu ermöglichen. Dazu tragen maßgeblich mit einer Vielfalt von Themen unsere Autorinnen, Autoren sowie die PR-Agenturen bei – Danke. Im Sinne der Pressefreiheit möchten wir, auch im Namen unseres Verlegers Dr. Krammer, an jene Journalisten-Kolleginnen und Kollegen erinnern, die aufgrund ihres Berufes in diesem Jahr ermordet wurden. So hoffen wir für uns alle auf ein schönes und friedvolles Weihnachtsfest. Und wir wünschen Ihnen ein gesundes sowie erfolgreiches neues Jahr 2019.