Ein bisschen was geht immer

 Verfasst am 03.09.2018

In der Urlaubszeit bewegt sich auf Seiten der Politik normalerweise wenig – erst recht, wenn es um unsere SHK-Branche geht. Doch diesmal, welch Überraschung, kommt die Nachricht, dass es wieder Fördermittel von der KfW für den altersgerechten Badumbau gibt. Dass es etwas länger gedauert hat mit der Freigabe der Mit- tel sei bedauerlich, wie Jens Wischmann von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) anmerkte. Angesichts des Entscheidungswillens auf Seiten der Energiewende, genauer gesagt, dass die Politik keine entscheidenden Erneuerungs- impulse für Wärmeerzeuger setzt, kann die Sanitärseite wirklich schon zufrieden sein. Denn ein Zuschuss von bis zu 5.000 EUR oder bis zu 10 % der förderfähigen Kosten pro Wohneinheit, könnte nicht nur ein Impuls für einen Badumbau sein. Hier muss sich die Heizungswirtschaft schon länger in Geduld üben, gerade wenn man daran denkt, dass im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien konkrete Überlegungen in Sachen Heizungstausch formuliert waren. Die Verbände der Heizungswirtschaft, z.B. der BDH und dessen Mitglieder, sehen sicher gespannt auf den in den kommenden Monaten erwarteten Entwurf für ein Gebäudeenergiegesetz aus den Ministerien der Herren Altmaier und Herrn Seehofer. Hier geht es für die Heizungsbranche u.a. darum, Technikoffenheit und individuelle Sanierungsmöglichkeiten weiterhin festzuschreiben, ganz im Sinne des „Efficiency First“. Ob dies dann irgendwann noch mit einer Förderung oder steu- erlichen Abschreibung für den Kesseltausch einhergeht, wer weiß?

Noch einmal zurück zum Zuschussprogramm 455-B „Alters- gerechtes Umbauen – Investitionszuschuss Barrierereduzierung“. An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, dass jeder, der einen Badumbau plant und in die Zukunft denkt, bekanntlich diese Zuschüsse beantragen kann. Möglich sind übrigens bis zu 6.250 EUR oder bis zu 12,5 %. Dann muss allerdings der Standard „altersgerechtes Haus“ erreicht und ein unabhängiger Sachverständiger eingeschaltet werden, der die Maßnahmen begutachtet.

Wichtig in diesem Zusammenhang, so die Verbändevertreter, wäre es, sich mit den Anträgen zu beeilen. Immerhin war der letzte gleich ausgestattete Geldtopf rascher geleert, als von der Politik im avisierten Förderzeitraum angedacht. Und dies konnte das Fachhandwerk, trotz allseits beklagtem Fachkräftemangel, offenbar abarbeiten.

Es geht nicht immer alles, aber ein bisschen was geht immer.

n.klein@krs-redaktion.de